Experimentelle Kunst von Brigitte Kuznik

Die Verwendung unterschiedlicher Materialien führt bei ihr zu einer Mischtechnik, die oft reliefartig mit starker Struktur dargestellt ist. Das experimentelle Element ihrer Malerei, ein vielfach überlagerter Auftrag von Acrylfarben und Tusche durchsetzt mit plastischen Anteilen von Spachtelmasse, Sand, Papieren oder Gips, wird so auch für den Betrachter erkennbar. Intuitiv und meist ohne konkrete Absichten entstehen Bilder, in denen sich fast spielerisch Alltagssituationen oder Körperformen entwickeln.

Fragt man nach den Themen dieser Bilder, sind meist keine präzisen Aussagen möglich. Dass sich dem Betrachter dennoch sehr schnell bekannte Elemente erschließen und zu einem Wiedererkennen führen, ist auf die durchdringende Anordnung der Materialien in Verbindung mit Farbgebung und Schattierungen zurück zu führen. Fast glaubt man, Emotionen und Stimmungen, psychische wie physische Anstrengungen, wie sie beim Malen aufgetreten sind, nachvollziehen zu können.

Dennoch bleiben viele Dinge unbeantwortet, sind nicht vorweggenommen und können somit beim Betrachter durch eigene gedankliche Experimente erschlossen werden.